MDR1 und CEA/CH

 

 MDR1

Der Gendefekt MDR1, der auch bei einigen anderen Rassen (vorwiegend Hütehunde und deren Mischlinge) vorkommt, ist eine Unverträglichkeit gegenüber manchen Arzneimitteln (z.B..Ivermectin, Doramectin, Moxidectin und Loperamid).

Betroffen sind nur Hunde mit MDR1 -/- (MDR1/MDR1), betroffen (affected)!

Daher werden alle Zuchthunde und Welpen unserer Züchter auf den MDR1-Defekt hin getestet!
Desweiteren wird durch gezielte Verpaarungen unserer Zuchthunde
dem MDR1 Gendefekt gegengesteuert!

Auch ein Hund mit MDR1 -/- kann bei entsprechender Kenntniss des Defekts und daraus resultierender Verhaltensweise, wie das Meiden der o.a. Arzneistoffe, ein problemloses, langes und ganz normales Hundeleben führen.

Für weitere ausführliche Informationen, hier mehr dazu:
 

Laboklin

Uni Gießen


Unser Ziel ist es, dass in Zukunft der MDR1 Gendefekt -/- bei unseren Langhaar Whippets / Longhaired Whippets nicht mehr vorkommen wird!

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CEA (Collie Eye Anomalie)
wissenschaftlich CH (Choroidale Hypoplasie)

CEA/CH ist eine erbliche, angeborene, nicht fortschreitende Augenanomalie, bei der es zu Veränderungen am Augenhintergrund im Laufe der Entstehung des Augapfels, kommt.

CEA/CH kann per Gentest nachgewiesen werden.

Daher werden alle Zuchthunde und Welpen unserer Züchter auf den
CEA/CH-Gendefekt hin getestet!
         Aus solch einer Verpaarungen evtl. resultierende CEA/CH affected (-/-) getesteten Welpen werden vor Abgabe bei einem qualifizieren Augenarzt
(z.B. Dortmunder Kreis) untersucht.

Desweiteren wird durch gezielte Verpaarungen unserer Zuchthunde
dem CEA/CH Gendefekt gegengesteuert!



Die CEA/CH, Gentestergebnis: -/- (CEA/CEA) und auch (M/M für mutiert), also betroffen (affected), kann in verschiedenen Schweregraden (jedes Auge für sich) ausgeprägt sein und sich auf das Sehvermögen des Hundes auswirken..

Die Ausprägung von CEA/CH bei betroffenen Hunden (-/-) kann durch eine Augenuntersuchung bei einem Spezialisten beim Welpen zwischen der 5. und 9. Lebenswoche festgestellt werden, da sich danach eine Pigmentierung vor den Augenhintergrund legt.

Aus diesem Grunde kann bei Untersuchungen von erwachsenen Hunden auf den CEA/CH-Gendefekt es daher sein, dass CEA/CH nicht mehr festzustellen ist. Diese Hunde nennt man „Go Normals“! Sie weisen zwar genetisch den CEA/CH Gendefekt auf, sind aber klinisch frei davon.

 

Resultat des Gentes

+/+ (N/N) oder frei (normal):
Dieser Hund kann nicht an CEA/CH erkranken, hat keinerlei Seheinschränkung und
kann CEA/CH auch nicht weiter vererben.

 


+/- (N/CEA oder N/M) oder Träger (carrier):
Dieser Hund kann nicht an CEA/CH erkranken, hat keinerlei Seheinschränkung
und kann aber eventuell die CEA/CH durch die Weitergabe seines einen betroffenen Genes weitervererben.

Das eine vorhandene, gesunde Gen (+) reicht aus, dass der Hund keinerlei Auswirkungen des CEA/CH-Gendefektes hat!

Nur durch den Gentest können diese Träger identifiziert werden; wichtig für die Zucht!

-/- (CEA/CEA oder M/M) oder betroffen (affected):
Dieser Hund ist von CEA/CH betroffen und kann eventuell die CEA/CH (Krankheit) durch die Weitergabe Eines seiner zwei betroffenden Gene weitervererben (passiert nicht bei einer Verpaarung mit einem CEA/CH freien Hund (+/+), da aus einer solchen Verpaarung nur Träger (+/-) entstehen).

Bei CEA/CH betroffenen Hunden (-/-) gilt es weiter den Krankheitsgrad zu unterscheiden:
Grad 1   unregelmäßiger Blutgefäßverlauf in der Retina   
             Der Hund hat keinerlei Beeinträchtigungen und wird auch in Zukunft nicht
             durch diese Krankheit beeinträchtigt sein.
Grad 2   Pigmentverlust     
             Der Hund hat keinerlei Beeinträchtigungen und wird auch in Zukunft nicht
             durch diese Krankheit beeinträchtigt sein.
Grad 3   Auswölbung des blinden Flecks
             Der Hund hat keine nennenswerte Beeinträchtigung. Der Hund kann
             eine geringe Sehschwäche haben.
Grad 4   Teilweise oder vollständige Netzhautablösung.
             Der Hund hat an den abgelösten Stellen einen sogenannten blinden Fleck,
             der zu Einschränkung des Sehfeldes führt. Bei großflächiger
             Netzhautablösung ist Blindheit möglich.

Grad 5   Blutungen im Augeninneren.
             Der Hund ist auf dem betroffenen Auge blind.

Was bedeutet das für unsere Rasse?

Nach über 50 Jahren Zucht mit Verpaarungen ohne Erkenntnisse zu CEA/CH (weil der Gentest noch nicht verfügbar war), ist die Anzahl der wirklich stark sehbeeinträchtigten Hunde im kleinen, einstelligen Bereich. Somit scheint die Ausprägung von CEA/CH bei unserer Rasse überwiegend in der leichten Form vorhanden zu sein.
Auf Grund der bis dorthin nicht durchgeführten Gentests und der fast fehlenden Krankheitssymptome, wurden leider natürlich auch fast keine „affected“ Welpen augenärztlich untersucht. Die Erkenntnisse aus diesen Diagnosen wären heute absolut wertvoll, um angemessen auf CEA/CH in der Langhaar Whippet Zucht zu reagieren.

Mit den heutigen, vorliegenden Testresultaten, können wir aber auch feststellen, dass aus damals durchgeführten Verpaarungen von zwei Trägern, zum Teil ganze Würfe von nicht erkrankten Welpen gefallen sind. Diese Hunde sind heute zu genetisch wertvollen Mitgliedern unserer Rasse geworden, gleichzeitig eine große Bereicherung für unsere Zucht.
Zu einer verantwortlichen Zuchtstrategie gehört deutlich mehr als nur der Focus auf ein paar wenige Parameter!
Eine unangemessene, drastische Einschränkung des Genpools unserer Rasse kann genauso schädlich für die Rasse sein und weitere Krankheiten zum Vorschein bringen, wie ein nichtbeachten der bekannten genetischen Erblasten.

Niemand möchte kranke Hunde züchten!

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Weitere Links zum Thema:

OPTIGEN/USA:

CEA/CH allgemein:            Englischer Originaltext    Deutsche Übersetzung (Google)
 
        
Speziell für unsere Rasse:
  Englischer Originaltext     Deutsche Übersetzung (Google)

 

  

Stand März 2012

Langhaar Whippet       DLWC (Deutscher Langhaar Whippet Club e.V.)       Longhaired Whippet